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Monatelange Bemühungen, einen geeigneten Auszubildenden zu bekommen.

Geschrieben von Volker Geyer am

Seit vier Monaten versuchen wir auf vielen Kanälen, einen unseren Anforderungen entsprechenden Auszubildenden zu bekommen…

Motiviert bemühten sich verschiedene Arbeitsagenturen. Bis heute hat sich KEINER der vorgeschlagenen Bewerber weder schriftlich noch mündlich beworben. Was ist das denn?

Zum Glück: Im Dunstkreis unseres Unternehmens gibt es einen sehr geeigneten und motivierten Kandidaten, dem wir die Azubistelle auch gerne anvertrauen wollen. Nur: Er ist ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Bosnier und es bedarf viiiiel Papierkram an Formalitäten.

Es kann sogar sein, dass die Behörden einen Azubivertrag ablehnen, da er aus keinem direkten EU-Land stammt. Was wäre das denn?

Wir drücken alle Daumen, dass es klappt mit der Stellenbesetzung.

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  • Martin Möller

    Sehr geehrter Herr Geyer,
    zu Ihrem ersten "Was ist das denn" kann ich leider nur aus bitterer Erfahrung sagen: DAS ist Realität in unserem so schönen Land. Ausbildungsfähige junge Menschen sind in unserem Beruf, ist der Betrieb auch noch so gut aufgestellt, leider Mangelware.
    Auch ich habe die letzten drei Lehrjahre vergeblich versucht einen Ausbildungsplatz zu besetzten und bin mangels ausbildungsfähiger Kandidaten gescheitert. Ob Schulkontakte, Ausbildungsmessen oder Praktikas, kein Bewerber (es waren seit 2008 31) war in der Lage unsere, leider durch diese Erfahrungen schon abgesenkten Erwatungen, zu erfüllen. Fehlende Ausbildungswilligkeit war nur ein Kreterium hiefür.
    Erst dieses Jahr haben wir wieder einen Auszubildenden für das erste Lehrjahr einstellen können und sind guter Hoffnung, dass unsere Erwartungen auch erfüllt werden. Ich kann mir vorstellen, dass wegen der fehlenden EU-Zugehörigkeit Ihres Kandidaten die Instutionen nicht nur Papierkram entstehen lassen, sondern, und das wäre unglaublich, die Ausbildung scheitern lassen könnten.
    Ich drücke mit Ihnen die Daumen, dass es klappt und erfolgreich zum Abschluss kommt.

    Freundliche und farbige Grüße
    Martin Möller

  • Ulla

    Erfahrung aus der Schule: Wenn man antriebs-, hoffnungs- und perspektivelose Jugendliche dazu bringt, ihr Bestes zu geben, damit sie am Ende einen qualifizierenden Hausptschulabschluss schaffen, sie in all ihren Praktika erfolgreich und anerkannt sind, sodass ihnen sogar in mehreren Fällen direkt Ausbildungsstellen angeboten wurden und sie am Ende des Abschlusses stolz darauf sind, etwas geschafft zu haben (mit einem Zeugnis, in dem eine 4 auch eine 4 und eine 2 auch eine 2 ist...) und motiviert sind, arbeiten zu gehen und sich mit Unterstützung eines sehr engagierten, bei den Jugendlichen beliebten und bestens qualifizierten Jobcoaches um eine Ausbildungsstelle bemühen wollen, dann nützt das alles nichts, wenn die Eltern sagen: "Ach, er/sie ist doch noch so jung, soll er/sie lieber noch weiter zur Schule gehen", dann wundere ich mich übnerhaupt nicht über diesen Bericht. Ich kann verstehen, dass Erwachsene Kinder davor schützen wollen, sich zu früh in einem harten Job kaputt zu machen, aber nicht, dass sie denken, jeder müsste erstmal Abitur machen, damit er einen "besseren" Job bekommt (was, wie wir alle wissen nicht so ganz der Fall ist). Bewerber aus dem Ausland werden den Deutschen überbehüteten und unter-forderten (sic!!) Jugendlichen den Rang ablaufen und in ein paar Jahrzehnten das Land managen. Meine Motivation, solche Bewerber in der deutschen Sprache zu unterrichten, damit sie hier (noch) bessere Chancen haben, steigen nach dem Lesen eines solchen Berichtes 'aus dem wahren Leben' ins Unermessliche...