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„Herr Geyer, was denken Sie über Tradition?“ hat mich das Magazin About Trust gefragt.

Geschrieben von Volker Geyer am

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Tradition ist wichtig und wertvoll. Geschichtlich und historisch sowieso. Bei Betrieben und Unternehmen deutet Tradition auf die Herkunft und auf einhergehende Erfahrung hin, oft wird auch Vertrauen damit in Verbindung gebracht. Aber: Traditionelles Denken und Handeln kann in der heutigen Zeit, in der die Menschen, die Betriebe und Unternehmen einem permanenten Wandel ausgesetzt sind, auch behindern. 

In Wikipedia steht: Tradition bezeichnet die Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen … Tradition geschieht innerhalb einer Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich über Erziehung, Vorbild oder spielerisches Nachahmen erfolgen. 

Ergo hat Tradition zwei Seiten. Unternehmen, die es schaffen Tradition und Wandel in Einklang zu bringen, haben meiner Meinung nach gute Chancen, am Markt erfolgreich bestehen zu können.    

Interview

Vor einigen Wochen hat die Journalistin Stefanie Lysk von About Trust, dem Magazin der TÜV-Süd Gruppe, bei mir angerufen und mich gefragt, ob ich zum Thema „Tradition in Unternehmen“ für ein Interview zur Verfügung stehen würde. Gerne habe ich mich mit ihr für ein ausführliches Telefonat verabredet. Dieser Artikel ist dabei herausgekommen: 

(Anfang Artikel) Tradition gehört in der Malerbranche oft zum Geschäft. Viele Unternehmen sind seit Jahren am Markt etabliert und berufen sich auf ihre Tradition. Aus meiner Sicht kann aber genau das zum Stillstand führen. Viele kümmern sich oft nur noch ums Tagesgeschäft und schauen selten über ihren Tellerrand hinaus. So fällt Veränderung schwer. Mit der Digitalisierung setzen sich im Handwerk im Moment noch viel zu wenige Unternehmen intensiv auseinander. Viele besitzen nicht mal eine eigene Homepage.

Mir selbst haben Pinsel und Farbe in meinem Beruf von Anfang an nicht gereicht. Deswegen habe ich einen anderen Schwerpunkt gesucht, mich auf hochwertige Gestaltungen fokussiert und schon früh auf digitales Marketing gesetzt. So habe ich meine eigene Marke aufgebaut. Die war Dank der Idee und der digitalen Marketinginstrumente irgendwann so stark, dass ich vor fünf Jahren ein Partnerkonzept dafür entwickelt habe. Damit helfe ich anderen Malerbetrieben, ihre Marktposition zu stärken. Das digitale Marketing hat mir auf diesem Weg aufgrund der extremen Reichweiten, die wir damit erzielen, sehr geholfen. In meiner Branche bin ich damit ein Exot, unsere Marke hebt sich damit vom Wettbewerb ab. Meine Tradition hilft mir dabei. Sie spricht Emotionen an und ist unser Fundament. Sie hilft uns, Vertrauen zum Kunden aufzubauen und verleiht uns und unserer Arbeit Authentizität. Allerdings dürfen wir uns nicht einfach auf ihr ausruhen. Tradition nützt nichts, wenn man die Werte, die sich in ihr spiegeln, nicht lebt und zum Kunden trägt. Über digitales Marketing transportiere ich Werte wie Beständigkeit transparent nach außen. Auf unserer Homepage erzähle ich in einem Blog von unseren Arbeiten, von unseren Teams und von anderen Dingen, die täglich bei uns passieren. Viele tausend Seitenaufrufe verzeichnet unsere Webseite jeden Tag, über 100.000 Accounts folgen uns auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn, Instagram und Pinterest. Zahlreiche potenzielle Kunden und mögliche Partnerbetriebe finden so zu uns. Neben meinen Kunden ist Google der wichtigste Leser meiner Texte. Ich beschäftige mich jeden Tag mit dem Thema SEO und kontrolliere, wo meine Beiträge mit den entsprechend hinterlegten Keywords und Metatags landen. Diese digitale Arbeit ist für mich eine echte Leidenschaft geworden. Mich spornt es an, meine Reichweite auszubauen und so neue Kunden und Aufträge zu akquirieren. Genau das ist für mich moderne Tradition: Werte leben und Digitalisierung als Chance nutzen. (Ende Artikel) 

Die interessante Illustration des Titelbildes auf der Beitragsseite kommt von Anje Jager: Die Malerrolle in der Hand, den Twitter-Vogel auf der Schulter und verschiedene Keywords auf dem Jacket. Ziemlich kreativ, wie ich finde. 

100 Jahre Familientradition

Apropos Tradition: Im Jahr 1919, also vor 100 Jahren, hat man Opa Karl Geyer mit den Aufzeichnungen seines Malerbetriebes in einem Rechnungsbuch begonnen. Sehen Sie Abbildungen daraus und lesen Sie meine Gedanken dazu in meinem Artikel Dieses Relikt belegt 100 Jahre Maler-Geyer-Familientradition“

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