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Eine unglaublich feuchte und klebrige Angelegenheit. Eine wahre Geschichte aus dem wahren Leben eines Maler-Junggesellen!

Geschrieben von Volker Geyer am

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Als mich dieses Foto über WhatsApp erreichte, fiel mir ein Erlebnis ein, das nicht vielen Malern passiert. Und wenn, dann bestimmt nur einmal.

Der Maler-Junggeselle war … ich! Mein Fahrzeug damals: Ein 9 Jahre alter Ford 17m Turnier (Kombi).

Es war mein allererstes Auto. Mein Vater sagte damals zu mir: „Volker, wenn Du Dir einen Kombi kaufst und ihn ab und zu mal für die Firma einsetzt, dann bezahle ich Dir Steuer, Versicherung und Sprit!“ Diesem Deal stimmte ich aus wirtschaftlichen Gründen sofort zu.

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Und so kam es, dass ich oft im eigenen Fahrzeug zu den Arbeitsstellen fuhr, wie auch an diesem besagten Tag im Jahre 1978. Ich hatte eine Wohnung in Friedberg/Hessen mit Raufaser fertig zu tapezieren und anschließend sollte ich die Baustelle abräumen und alle Werkzeuge und Materialien in unser Lager bringen. Soweit, so gut.

Eines dieser Restmaterialien war ein voller 100 Ltr. Kübel mit angerührtem Tapetenkleister. Da dieser Kübel keinen Deckel hatte, nahm ich etwas Folie und Klebeband und klebte den Kübel von oben zu. So konnte beim Fahren kein Kleister überschwappen. Wogegen ich mich nicht gewappnet hatte, war eine Vollbremsung, die ich als junger Fahrer auch noch nicht erlebt hatte – bis zu diesem Tag im Florstädter Wald auf der Fahrt von Friedberg/Hessen nach Büdingen/Hessen.

Mein 1969er Ford fuhr sich leer schon wie eine „Badewanne“. An diesem Tag war er hinten gut beladen, der Begriff „Fahrgefühl“ hatte bereits zu diesem Zeitpunkt eine ganz individuelle Bedeutung für mich.

Und dann passierte es: Auf einem langen, geraden Stück Straße bremste plötzlich das Fahrzeug vor mir so stark ab, dass ich „voll in die Eisen“ gehen musste. Na Grüß Gott! Ich dachte sofort an den Kleisterkübel. Eine Sekunde später ergoss sich der Kleister bereits über meinen Hinterkopf, meinen Nacken ...

Physikalisch betrachtet, konnte der Kleister bei der prompten Geschwindigkeitsreduzierung des Fords nicht mithalten. In diesem Moment liefen gefühlte 100 Ltr. klebrige, kalte Masse über meinen Kopf, meine Kleidung, über den Fahrzeugsitz in den Fußraum des Fahrzeugs. Na Grüß Gott!

Ein Vollidiot, dieser Bremser vor mir. Weg war er auch noch, ohne mich wahrgenommen zu haben. „Erst mal rechts in einen Waldweg reinfahren“ dachte ich. Ach du grüne neune! Alles voller Kleister, ALLES! Jetzt nur schnell nach Hause, Fahrzeug ausräumen, Hochdruckreiniger auspacken und den Ford von innen kärchern, was das Zeug hält. Während der nachhause Fahrt bekam der Begriff „Fahrgefühl“ für mich plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Und wenn Sie jetzt denken, dass dieser Kleister niemals mehr vollständig aus diesem Fahrzeug zu entfernen gewesen ist, dann … haben Sie vollkommen Recht!

Merke: Niemals volle Kleisterkübel offen oder nur mit dünner Folie bedeckt durch die Gegend fahren. Es sei denn, Sie sind auf einen schmunzelhaften Blogartikel aus :- )

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