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Die Aufgabe eines Chefs ist nicht nur im, sondern mehr am Unternehmen zu arbeiten.

Geschrieben von Volker Geyer am

Nicht im, am Unternehmen arbeiten

arbeiten am Unternehmen
Bildquelle: fotolia.de

„Dafür müsste ich mir viel mehr Zeit nehmen. Das Tagesgeschäft frist einen manchmal auf.“ Okay, dann nimm dir die Zeit! – kann ich darauf immer nur antworten, wenn ich mich in interessanten Gesprächen mit unternehmerisch aktiven Freunden und Bekannten befinde, meist auf Partys, Firmenveranstaltungen, Geburtstagen von Freunden und dergleichen.

Meiner Meinung nach ist die wesentlichste Aufgabe eines Unternehmers, egal ob 2 oder 200 Mitarbeiter, sein Unternehmen voranzubringen und nicht (nur) das Tagesgeschäft abzuarbeiten. Im Prinzip müsste dies sogar die eigentliche Kernmotivation gewesen sein, sich für ein Unternehmerdasein entschieden zu haben. Der Architekt eines Unternehmens zu sein, ob klein, mittel oder groß. Die Höhe des Umsatzes und die Anzahl der Mitarbeiter spielt aus meiner Sicht dabei überhaupt keine Rolle.

Gibt es Unternehmer, die keine Vision, keine klaren, festen Ziele haben? Vermutlich gibt es sie, ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen.

Was will ich in meinem Unternehmen jetzt und künftig säen, anpflanzen, kultivieren? Wie soll die Ernte aussehen, wann soll geerntet werden? Will ich das alleine oder mit Partnern tun? Wann ist die richtige Zeit dafür, das Feld vorzubereiten, das Saatgut zu organisieren und mich und mein persönliches Umfeld und vor allem meine Mitarbeiter entsprechend einzubeziehen und alles vorzubereiten? Jetzt? Nächste Woche? Nächsten Monat oder gar erst im nächsten Jahr?

Ein Unternehmer arbeitet nicht (nur) im, sondern am Unternehmen. Er stellt keinen Hammer her, sondern die Schmiede, in der der Hammer entsteht (Satz-Quelle: focus.de). Er kümmert sich um die Weiterentwicklung des Hammers, um die ständige Modernisierung der Schmiede und um das Team in der Schmiede, um die Menschen um ihn herum. Der Chef, der seine Hämmer selbst bauen will, ist in meinen Augen eher weniger Unternehmer, mehr ein leitender Mitarbeiter.

Unternehmen müssen das Ziel haben, zu wachsen. Entweder in der Qualität oder im Umsatz oder beides. Und wenn ein Unternehmen wächst, hat der Unternehmer zwei Möglichkeiten. Entweder er wächst mit und hat Erfolg oder die Firma wächst ihm über den Kopf und er geht unter. Wachstum heißt nicht, neue Fachkenntnisse zu erlangen, sondern anders zu denken, zu handeln und zu fühlen. Aus meiner Sicht hat ein Unternehmer folgende Aufgabenbereiche, die ich auf der Seite von Focus treffend geschrieben gelesen habe:

(Beginn Auszug aus focus.de)

1. Die Festlegung der Werte und des langfristigen Traums, sowie die permanente Vermittlung und Werbung für diese Werte und diesen Traum.

2. Die Entwicklung der Strategie und die Positionierung des Unternehmens.

3. Externe Energie oder andere Menschen: Wie gewinnt man die richtigen Mitarbeiter und Kapitalgeber, wie die Öffentlichkeit? Und nach welchem Wachstumsmodell sollen diese externen Kräfte integriert werden?

4. Permanente Müllentsorgung. In jedem Unternehmen sammeln sich störende Abläufe, unproduktive Angebote und Kunden, die keinen Deckungsbeitrag bringen etc. Dies muss periodisch entsorgt werden, damit das Unternehmen effizient arbeiten kann.

5. Die Umsetzung muss gesichert werden. Dies ist vor allem die Schnittstelle von der Produktion zum Management, also im Wesentlichen Planung und Kontrolle.

6. Nahezu wird immer vergessen: Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

7. Die Übergabe an den Nachfolger. Das bedeutet, am besten vor der Gründung für sich selbst zu klären, wer eigentlich der Nachfolger sein wird, das Unternehmen entsprechend aufzubauen und sich permanent selbst herauszuziehen.

(Ende Auszug aus focus.de)

Unternehmen sind Lebewesen. Bei der Geburt sind sie klein, sie wollen wachsen und sich entwickeln. Sie wollen Freunde haben, die mit ihnen durch dick und dünn gehen, sie wollen gesund bleiben und ein langes Leben führen.

Zugegeben, der Chef eines 5-Mitarbeiter-Betriebes muss schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen auch mit im Tagesgeschäft stehen. Was ihn allerdings aus meiner Sicht nicht daran hindern darf, sich um die Weiterentwicklung seines Unternehmens zu kümmern – und zwar in permanenter, konsequenter Art und Weise.

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