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Anfragende Interessenten wissen oft nicht, was Handwerksleistungen kosten.

Geschrieben von Volker Geyer am

Malerische Wohnideen - Anfrage

Meist werden diese unterschätzt. Deshalb nenne ich schon vor einem Termin Zahlen, wie in diesem Fall.

Ich stand mit meinem Auto an der Tankstelle, als mich eine Sms aus meinem Büro erreichte. Ein Herr B. hat angerufen, er und seine Frau möchten Wohnzimmer, Esszimmer und Küche renoviert haben, mit Deckengestaltung, Wandgestaltung und kleiner Stuckleiste. Sie hätten sich auf unserer Internetseite umgesehen und fänden es toll, was wir machen.

Noch von der Tanke aus rief ich Herrn B. zurück. Er machte auf mich einen seriösen Eindruck, schätzungsweise ein Mittsechziger. Er erzählte mir, dass die alte Holzpaneel Decke ausgebaut und in Wohn- und Esszimmer eine neue Gipskartondecke eingebaut werden soll. Zudem sollen an den Wänden die alte Tapete entfernt und alles neu mit einem schönen Dekorputz gestaltet werden.

In diesen Momenten, die mir nahezu täglich unterkommen, hält sich meine Begeisterung für einen möglichen Auftrag noch deutlich in Grenzen. Mein erster Gedanke ist immer: Weiß der Interessent, was das kostet? Was ist er bereit, in sein Vorhaben zu investieren?

Wir vereinbarten, dass Herr B. mir ein paar Fotos der betreffenden Räume und einen Grundrissplan per Email zusendet.

Früher habe ich in meiner Freude über den Anrufer gleich einen Ortstermin vereinbart und danach ein Angebot erstellt, ohne vorher mögliche Kosten kommuniziert zu haben. Das führte dazu, dass 80% der Angebote zu keinem Auftrag führten, weil der Interessent die Kosten für Handwerksleistungen unterschätzte. Meine investierte Zeit war oft eine Fehlinvestition.

Heute habe ich in meine Vorgehensweisen Filter eingebaut, die mich im Vorfeld schon erkennen lassen, ob der Interessent und wir zusammen passen und ob es sich für beide Seiten lohnt, einen zeitintensiven Ortstermin zu vereinbaren. Diese Vorgehensweisen, z. B. eine E-Mail vorab (wie oben abgebildet) haben sich als Filter bewährt. Sie ersparen dem Interessenten und mir möglicherweise Zeit, Energie und Kosten.

Herr B. hat sich auf meine E-Mail bis heute nicht gemeldet. Vielleicht meldet er sich noch, vielleicht auch nicht. Beides ist für mich in Ordnung.

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  • Karl-Heinz Hoffmann

    Gutes Beispiel: ...speziell, Startup - UnternehmerInnen tappen unbedacht in die Berater-Tourismusfalle...

  • Richard Lüdiger

    guten Morgen Herr Geyer.
    In meiner Zeit als selbstständiger Malermeister hatte wir diese Geschichten täglich, leider oft mit dem Ausgang, dass kein Auftrag erteilt wurde, einen Kostenvoranschlag zu erstellen kostet unser Geld, und wird dann meistens abends oder am Wochenende gemacht, sprich Freizeit geopfert, um sich später noch Dinge anzuhören wie unverschämt teuer man ist. Die Methode die Sie hier vorstellen ist gut, wurde auch schon in manchen Innungen diskutiert. Wie Sie sicher auch wissen bei diesen Versammlungen nicken alle und machen dann trotzdem nicht.
    Farbenfrohe Grüße Richard Lüdiger

  • Werner Deck

    Lieber Volker,

    gute "Filtermethode". So ähnlich mache ich es auch.

    Und, @Karl-Heinz Hoffmann, "Berater-Tourismusfalle" ist eine klasse Bezeichnung. :-)

    Mit farbenfrohen und :-) Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

  • Volker Geyer

    Wenn "wir" alle so oder ähnlich agieren würden, wäre Vieles leichter.

    Vielen Dank für Ihre Kommentare!
    Dass das bei Malerdeck so ähnlich schon lange praktiziert wird, ist klasse und vorbildlich.

    Grüße
    Volker Geyer