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Seit 3 Jahren arbeite ich nun intensiv mit Twitter, Facebook und XING. Dies ist ein Bericht über meinen Social Media Alltag.

Geschrieben von Volker Geyer am

Social Media, Internetmarketing im Handwerk

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Bei mir gehört Social Media zum Job, wie Angebote und Rechnungen schreiben. Sätze wie „dafür habe ich keine Zeit“ und „lohnt sich das überhaupt“ höre und lese ich von Handwerkskollegen und anderen klein- und mittelständigen Unternehmern zwar immer mal wieder, mittlerweile ignoriere ich sie ausnahmslos. Wer solche Sätze sagt, hat keine Ahnung vom Thema.

Wenn heute Facebook, Twitter, Xing und Google plötzlich abgeschaltet würden, könnten wir unseren Handwerksbetrieb schließen. Wir bekämen kaum mehr neue Kunden und neue Aufträge. Unseren Firmenumsatz generieren wir zu 67% aus dem Web! Ich glaube das sagt alles aus über den Stellenwert von Social Media und Internet in unserem kleinen Unternehmen.

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich das alles zeitlich meistere. Nachstehend möchte ich darüber berichten, wie mein Social Media Alltag aussieht, über Abläufe und Aktivitäten, über Disziplinierung und selbst auferlegte Regeln und Regelmäßigkeiten.

In den vergangenen drei Jahren sind unsere Social Media Communities auf Twitter, Facebook, XING u. a. von 0 (null) auf insgesamt über 50.000 Kontakte angewachsen. Auf drei verschiedenen Twitter-Accounts verzeichnen wir derzeit über 41.000 Follower, unsere Facebook-Fanpage hat über 3.300 Fans und mein Profil auf XING hat über 4.500 Geschäftskontakte. Dies sind meine drei Haupt-Plattformen, die ich täglich bediene und worüber ich täglich kommuniziere. Dazu kommen noch etwa 2.000 Kontakte auf Google+, youtube und pinterest. Mit diesen drei Plattformen beschäftige ich mich aus zeitlichen Gründen unregelmäßig. Sorry, wenn Sie hierüber mit mir schon mal Kontakt aufnehmen wollten und es nicht gleich geklappt hat.

Dass nach 3 Jahren bereits so viele Menschen Interesse an uns, an unseren Berichten und Bildern haben, die wir ins Netz stellen, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Und es kommen täglich zahlreiche neue Social Media Kontakte dazu. Ich kann im Moment nicht sagen, wo das alles noch hinführt. Fakt und Folge ist, dass die Pflege all dieser Kontakte immer zeitaufwendiger wird, je mehr Kontakte dazu kommen. Dieses „Problem“ sehe ich jedoch als lösbar wenn man bedenkt, welches Ergebnis am Ende (generierter Umsatz und Wachstum) dabei herauskommt.

Das ist mein Social Media Alltag:

Morgens 5.15 Uhr – mein Wecker klingelt.

2 Glas frisches Wasser trinken, Rechner anschalten, kurz ins Bad (während der Rechner hochfährt). Danach ist Social Media Time. Von 5.30 bis ca. 9.00 Uhr intensiv Xing, Twitter, Facebook, Blog – dazwischen 45 Minuten Joggen, Duschen! Meistens beginnt mein Tag genau so.

Zuerst auf XING:

In der Regel finde ich dort morgens 2-5 neue Kontaktanfragen vor, die ich beantworte. In meinem XING-Postfach befinden sich etwa 5-7 Nachrichten von meinen Kontakten, denen ich ebenfalls gleich zurückschreibe. Hin und wieder sind dies Interessenten für unsere Leistungen, oft sind es Besucher meines XING-Profils die mir mitteilen wollen, wie interessant sie es finden, was wir tun und manchmal sind es XING-Kontakte, die ihre eigenen Leistungen vorstellen. Jetzt noch den Geburtstagskindern unter meinen Kontakten eine Glückwunsch E-Mail senden (ich gebe zu, diese E-Mail ist bereits vorgeschrieben, ich brauche sie nur einzufügen), dann bin ich mit XING erst mal durch, außer mittwochs. Immer am Mittwoch leere ich meinen Speicher „gesendete Kontaktanfragen“ und fülle ihn mit neuen, für mich interessanten Kontaktanfragen. Der Zeitaufwand hier beträgt etwa 30 Minuten jeden Morgen.

Warum ich das mache? Über XING finden zukünftige Kunden zu uns. Etwa ¼ unseres Firmenumsatzes, der über das Web kommt, hat hier seinen Ursprung.

Danach zu Twitter:

Hier schaue ich zuerst auf meinen drei Accounts nach, welche neuen Follower dazu gekommen sind. Interessanten Accounts folge ich gleich zurück. Dann ein Klick auf mein TweetDeck-Programm und schon habe ich den kompletten Überblick über alle Kurznachrichten, die mir gesendet wurden und in denen einer meiner Accounts erwähnt und/oder weiterempfohlen wurde. Jetzt steht etwas Fleißarbeit an. Andere Accounts, die uns empfohlen haben, bekommen ein Dankeschön und oft eine Gegenempfehlung zurück – und das sind nicht selten ziemlich Viele. Ich beantworte individuelle Direktnachrichten und kommentiere kurz dies und das. Routine hilft hier sehr, den Zeitaufwand auf Twitter in Grenzen zu halten. Das Versenden eigener Tweets über den Tag bereite ich vor, die Fleißarbeit des Versendens übernimmt eine spezielle Software. Freitags ist Empfehlungstag bei Twitter, da  ist der zeitliche Aufwand für Gegenempfehlungen etwas höher, als an anderen Tagen. Man will ja schließlich auch empfohlen werden. Empfehlungen erzeugen Gegenempfehlungen. Das ist auf Twitter wie im richtigen Leben.

Warum mache ich das? Die meisten Besucher unserer Webseite kommen über die Twitter-Kurznachrichten. Twitter steigert unseren Bekanntheitsgrad kolossal und die Besucherzahlen unserer Webseite ebenso, was wiederum enormen Einfluss auf das Ranking bei Google hat. Über Twitter-Kontakte bekomme ich zahlreiche Presse- und Interviewanfragen. Mein morgendlicher Twitteraufwand beträgt wie bei XING ebenfalls etwa 30 Minuten.

Jetzt zur Facebook-Fanseite:

Hier ist der zeitliche Aufwand am Morgen recht übersichtlich. Erst mal scrollen, was meine „Freunde“ so alles gepostet haben, dann ein paar wichtige „Gefällt mir“ verteilen, Interessantes kurz kommentieren und einen Guten-Morgen-Gruß in die Facebookwelt schicken – meist mit einem inspirierenden Bild zu schönem Wohnen. Natürlich bekommen auch hier die Geburtstagskinder Glückwünsche übermittelt. 15 Minuten, länger halte ich mich auf Facebook am Morgen nicht auf.

Schließlich zum Blog:

Mein Redaktionsplan sieht drei bis fünf Blogbeiträge pro Woche vor. Oft habe ich den Blogtext schon am Vortag geschrieben, jetzt überlese ich ihn noch mal, möglicherweise wird er noch etwas aufpoliert und die eins, zwei Bilder zu diesem Beitrag bearbeite ich noch kurz. Danach stelle ich das Ganze ins Netz. Jetzt die URL shorten und einen passenden Tweet dazu schreiben und den Beitrag auf XING und Facebook als Statusmeldung senden, auf Twitter als Tweet senden und auf Google+ teilen. Ein schönes Foto pinne ich natürlich auch auf Pinterest. Innerhalb weniger Stunden haben diesen Beitrag dann bereits mehrere hundert Leserinnen und Leser angeklickt und gelesen – irgendwie faszinierend. Abschließend gehe ich ins Moderatorentool meines Blogs. Hier sehe ich alle Leser-Kommentare, die hinzugekommen sind. In der Regel sind es 3-7 neue Kommentare. Auch hier ist das Ziel: Jeder Kommentar wird kurz beantwortet. Meine zeitliche Investition ins Blog am Morgen beträgt etwa 45 Minuten.

Jetzt erst mal Schluss mit Social Media!

Ab ca.9.00 Uhr ist Tagesgeschäft angesagt: Angebote, Rechnungen, Kundentermine etc.

Zwischendurch, meist gegen Mittag, ½ Stunde in Facebook und XING nach dem Rechten sehen, den zweiten Post auf Facebook setzen, gute Posts anderer liken, kurz kommentieren … halt Präsenz zeigen.

Danach wieder Tagesgeschäft, diszipliniert und konsequent!

Kurz vor Feierabend, meist am frühen Abend, bereite ich schon den Blogbeitrag für den kommenden Tag vor, Aufwand etwa ½ Stunde.

Für mich ist bei all den Aktivitäten Disziplin oberstes Gebot. Meine Zeit ist kostbar, auch mein Tag hat 24 Stunden und Social Media ist nicht alles im Leben. Aus diesem Grund habe ich mir Regeln auferlegt:

1. Im Urlaub gibt es bei mir keine Social Media Aktivitäten. Vor Urlaubsreisen teile ich auf Facebook und Twitter meinen Kontakten mit, dass nun einige Tage Sendepause bei mir angesagt ist. Keine Postings, keine Kommentare, keine Blogbeiträge. Einfach Pause!

2. Keine Postings und Kommentare mal so zwischendurch und nebenbei von unterwegs über Smartphone. Das stört meine Konzentration auf das, was ich gerade tue.

3. Keine Smartphone-Aktivitäten, wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin. Ich schenke meinen Freunden, Kunden und Geschäftspartnern meine vollste Aufmerksamkeit.

4. Ich poste keine privaten und keine persönlichen Dinge. Urlaubsbilder, Tiergeschichten, Partybilder und dergleichen stehen nicht auf unserem Redaktionsplan, haben meiner Meinung auch nichts in der Unternehmenskommunikation zu suchen. Es sei denn, es steht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unternehmen.

5. Social Media mache ich nur in den von mir dafür reservierten Zeiten. Fällt zum Beispiel ein unausweichlicher Kundentermin in diese Zeit, hole ich diese Social Media Zeit nicht nach. So kann es sein, dass es bei mir auch mal einen Tag ohne Social Media gibt, was aber eher selten vorkommt.

6. Aufgaben wie Angebote schreiben, Rechnungen schreiben, wichtige Anrufe tätigen und wichtige Briefe schreiben kommen grundsätzlich immer vor Social Media.

Fazit: Etwa drei Stunden am Tag investiere ich in Social Media und in unsere Internetaktivitäten, am Samstag und Sonntag ebenso. Damit generieren wir 67% unseres gesamten Firmenumsatzes, damit erzielen wir erhebliche Aufmerksamkeit bei den Medien und damit erzielen wir derzeit 120.000 Besucher/Monat auf unserer Webseite mit über 300.000 Seitenaufrufen. Keine Frage: Für uns lohnt sich das!

So! Jetzt ist meine für Social Media reservierte Zeit um, ich muss wieder ins Tagesgeschäft wechseln. Es sind nämlich wieder zwei Anfragen von Interessenten eingegangen, die sich in unserem Internet-Showroom für Wandgestaltungen schöne Oberflächen ausgesucht haben und zwei Außentermine bei Kunden stehen heute noch an.

Wie organisieren Sie Ihren Social-Media Alltag?

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