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Macher oder Nachmacher?

Geschrieben von Volker Geyer am

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Bildquelle: fotolia.de

Geschichten gibt’s! Eine, die mich seit über zwei Jahren begleitet, muss ich mir jetzt mal von der Seele schreiben. Jedenfalls sagt mir das mein inneres Bedürfnis und immer mehr auch vertraute Menschen in meinem Umfeld.

Vor zwei Jahren

Viele von Ihnen wissen vielleicht, dass ich Gründer und Initiator eines Partnerkonzeptes für gestaltungsorientierte Malerbetriebe bin. Die Gruppe besteht mittlerweile aus über 20 wunderbaren Partnerbetrieben in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg. Im Januar 2015 habe ich mein zuvor über viele Monate mit Probanden getestetes Konzept „Malerische Wohnideen – Die Gestaltungsmaler“ offiziell gestartet. Zur Info: Ich stelle meinen Partnerbetrieben meine langjährig in der Praxis erprobten Erfolgsstrategien in Sachen Internet-Marketing/Social Media und zahlreiche Vertriebs- und Marketingtools zur betrieblichen Spezialisierung zum Gestaltungsmaler zur Verfügung. Ziemlich am Anfang des Jahres 2015 interessierte sich u. a. ein mir bekannter Handwerksmeister an den Inhalten meines Partnerkonzeptes und an einer Partnerschaft. Ich schickte ihm sämtliche Unterlagen per E-Mail zu, mit der Bitte um vertraulichen Umgang. Partner meines Konzeptes wurde er, im Nachhinein für mich verständlich, nicht.

Ende 2015 erfuhr ich aus dem Internet, dass genau dieser Handwerksmeister mit einem eigenen Partnerkonzept auf den Markt gegangen ist. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt! Owohl er einige Monate zuvor die kompletten Unterlagen meines Konzeptes sozusagen als Blaupause bekommen hat, habe ich versucht, die Situation positiv zu sehen. Ein weiteres Partnerkonzept würde das Bewusstsein zum strukturierten Netzwerken in der Branche erweitern und die Kolleginnen und Kollegen würden dadurch für ein Miteinander noch offener werden. Das könnte der gesamten Branche und natürlich auch meiner Idee durchaus nützlich sein. Wichtig dabei erachte ich allerdings, dass sich die Konzepte inhaltlich und von ihrer Positionierung unterscheiden.

Kompetenzrückblick

Dazu müssen Sie wissen, ich habe meine erste konzeptionelle Kooperation im Jahre 1996, also vor über 20 Jahren, begonnen aufzubauen. Damals regional im Rhein-Main Gebiet und mit den unterschiedlichsten Branchen als Mitglieder. Seinerzeit war diese offene Art der Zusammenarbeit noch sehr ungewöhnlich bis exotisch, dass sogar das Hessische Fernsehen mit einem Filmbeitrag darüber berichtete. Bis heute bin ich dem Thema „Kooperation im Handwerk“ mit meinem Herzen und mit Taten nicht nur treu geblieben, ich habe dieses Thema in den vergangenen Jahren weiter intensiviert. Es fesselt mich damals wie heute, passende Menschen zusammenzuführen und sie sinnvoll und intelligent miteinander zu vernetzen. Anfänglich analog, heute auch digital durch Internet und Social Media! In unserer Branche sah und sieht man mich ein wenig als Experten zum Thema Kooperation, Netzwerken, Enpfehlungsmarketing und strategische Allianzen im Handwerk. In der Vergangenheit habe ich zahlreiche Fachartikel zu diesen Themen geschrieben und ich habe einige fremde Handwerkskooperationen in ganz Deutschland beraten und begleitet. Kooperationen haben mich gerufen und um Unterstützung gebeten, manchmal waren auch Hilferufe dabei. In all diesen Jahren habe ich sehr viel zum Thema Kooperation und Netzwerken im Handwerk erfahren und gelernt. Auch über die Menschen in diesen Netzwerken, wie sie denken und handeln und warum das so ist. Das ist ein sehr komplexer Themenbereich, der für mich unglaublich interessant und spannend ist. Damals wie heute!

Im Jahre 2008 hat mich eine öffentliche Einrichtung (GOAB Offenbach) darum gebeten, an der Entwicklung eines „Kooperationsmanager-Lehrgangs“ verantwortlich mitzuwirken. Zu diesem Lehrgang entwickelte und schrieb ich die Lehrmodule „Kooperations-Marketing“ und in Teilen auch das Modul „Projektmanagement in Kooperationen“. In der Folgezeit bildete ich zusammen mit dem Verbundwerk-Team (Hallo Thomas, Helmut, Ralf und Hiltrud) nach und nach über 100 Kooperationsmanager im Handwerk aus, meist in Deutschland, aber auch einige in Südtirol/Italien (viele Grüße nach Bozen).

Meine Affinität und meine Leidenschaft für das Themengebiet „Netzwerken und Marketing in Kooperationen“ ist seit über 20 Jahren enorm und mittlerweile mit unglaublich vielen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen gespickt. Mein Partnerkonzept „Malerische Wohnideen – Die Gestaltungsmaler“ ist also kein Zufallsprojekt, keine spontane Aktion und nicht aus dem Boden gestampft. Es ist das Ergebnis von 20 Jahren Vorarbeit mit Herzblut und Leidenschaft. Es ist mein Leben geworden!

Zurück zum ersten Eindruck

Kommen wir zurück zu dem besagten Handwerksmeister. Er bezeichnet sich in seinen Social Media Profilen als Macher, als Andersdenker, als Ideengeber, sogar als Visionär. Und dass er mit Respekt und Liebe handele. Er schreibt darüber, dass eine große Leidenschaft von ihm sei, Neues zu denken. Deswegen war ich mir ziemlich sicher, dass er mit seinem Partnerkonzept einen anderen Weg einschlagen würde, als ich mit meinem Partnerkonzept  „Malerische Wohnideen“. Ich traute ihm zu, die Grundkenntnisse strategischen Marketings zu kennen und zu wissen, dass es insbesondere bei solchen Projekten ganz wesentlich auf die Alleinstellungsmerkmale ankommt. In diesem Punkt habe ich mich jedoch geirrt. Mittlerweile hat sich dieser Handwerksmeister für mich, für meine Partnerbetriebe und für zahlreiche meiner Geschäftspartner als Meister des Kupferns enttarnt. Vom Visionär, Macher und Andersdenker weit entfernt.

Tatsachenschilderung

Anfänglich habe ich ihn selbst mit Unterlagen ausgestattet, möglicherweise damit auch zum Nachmachen motiviert! Sie erinnern sich, ich habe ihm Anfang 2015 sämtliche Unterlagen meines Partnerkonzeptes zugesendet. In dieses Konzept habe ich einiges an Zeit und Geld investiert und schließlich meine ganzen Erfahrungen und meine ganze Leidenschaft eingebracht. Offenbar war ich in diesem Moment sehr gutgläubig, zu gutgläubig. Nach und nach häuften sich die Vorgänge des Kupferns verschiedenster Tools, der von mir ins Leben gerufenen Strategie:

Meine Partner und ich haben eine Mikrozement-Marke für fugenlose Spachtelungen, als Produktpartner für unser Konzept gewinnen können. Das haben meine Netz-Kontakte unschwer in den sozialen Medien mitbekommen. Kurz darauf hat der Handwerksmeister die gleiche Marke ebenfalls für sein Partnerkonzept als Produktpartner eingeführt. Meine Partner und ich haben eine LED-Firma als Produktpartner gewonnen, kurz darauf hat auch er diese Marke und deren Produkte in sein Konzept integriert. Heike und ich haben das Thema Wandbegrünung in unser Konzeptportfolio aufgenommen, wenige Tage darauf war auch dieses Thema ein Baustein in seinem Partnerkonzept. Seit einiger Zeit arbeiten wir sehr erfolgreich mit der italienischen Designtapetenmarke „Glamora“ zusammen. Individuell und künstlerisch digital designte Wandbeläge, auch für Duschen geeignet, sind deren Spezialisierung. Weltweit gibt es nicht viele solcher Anbieter. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal für uns. Zwischenzeitlich hat dieser Handwerksmeister vehement versucht, an die Produkte dieser Tapetenmarke für sein Partnerkonzept heranzukommen. Dieses Vorhaben ist ihm Misslungen, da Glamora die hervorragende und vor allem auch loyale Zusammenarbeit mit uns und unseren Partnerbetrieben sehr schätzt und deswegen seiner Anfrage eine Absage erteilt hat. Vor einigen Tagen habe ich auf Facebook gesehen, dass der Handwerksmeister nun eine andere italienische Designtapetenfirma mit ähnlichem Konzept für seine Partnergruppe gewonnen hat. Der nächste Baustein meines Konzeptes, den er für sich gekupfert hat. Vom Teilkopieren der Internet-Marketing Strategie, die ich meinen Partnerbetrieben biete, möchte ich erst gar nicht anfangen, zu erzählen. 

Eigentlich schade

Mmmh … der Handwerksmeister nennt sich „Andersdenker“ „Visionär“ „Impulsgeber“ „Ideengeber“ „Macher“, er setzt wie er schreibt auf „Respekt“ und „Liebe“ und er fordert auf, „Neues zu denken“. In Bezug auf sein Partnerkonzept kann ich wenig davon erkennen. Schade eigentlich!

Wertschätzung

Grundsätzlich schätze ich sehr, was der Handwerksmeister in seinem eigenen Betrieb alles bewegt, wie er seine Mitarbeiter motiviert, welche tollen Projekte er mit seinem Team stemmt. Er hat sich in den vergangenen Jahren ein unverwechselbares Unternehmen aufgebaut, er ist der Marktführer in seiner Region. Das alles kann man in den sozialen Medien und in seinem Blog verfolgen. Ich finde, sein Betrieb ist ein Leuchtturm in seiner Branche. Eine echte Benchmark. Dafür meine allerhöchste Anerkennung und Respekt - Chapeau!

Ich frage mich: Warum lebt er diese Unverwechselbarkeit nicht auch in seinem Partnerkonzept?

Bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht!

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